Bo elay - Komm zu mir

stella's morgenstern – beautiful songs –
Die CD (17 Euro + 3 Euro Versand) kann bestellt werden über: mail@stellajuergensen.de



 

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Stella’s Morgenstern im Statt-Café
Im Kosmos jüdischer Musik

Von Thorsten Richter | 05.01.2014 17:10 Uhr

Als sich das Stühlerücken im und vor dem Statt-Café langsam beruhigt, und dann doch jeder der vielen Zuhörer irgendwie eine Sitzgelegenheit erstritten hat, zwingt der Eröffnungssong des Duos Stella's Morgenstern Hanigun Shelcha, eine farbige, exotische und doch seltsam vertraute Mischung aus Jazz und R’n’B, zur freudigen Konzentration.

Kiel. Denn was dieses israelische Tanzlied verspricht, hält der großartige Abend des Duos Stella’s Morgenstern über die volle Distanz: Eine musikalisch abwechslungsreiche und emotional mitreißende Reise in den Kosmos jüdischer Musik, deren Leidenschaft, Witz und Tiefe auf den verschiedensten kulturellen, geografischen und sprachlichen Fundamenten gründet.

Auf Hebräisch moderiert die Hamburger Sängerin Stella Jürgensen dann auch den nächsten Song an. Eine Form von Zuhause sei diese Sprache für sie, erzählt die Künstlerin mit der kraftvoll-elastischen Altstimme, die sich seit 15 Jahren mit dem Genre des jiddischen Liedes beschäftigt.

Zu welcher Reife diese Beschäftigung geführt hat, zeigen beispielsweise das wunderschön leichtfüßige Chanson Bo Elay, der seinen Namen alle Ehre machende Brutal Tango, das melancholisch beginnende, aber tänzerisch verspielt endende Parcha Nischmati, der kernige Blues On A Summer Day oder das funkig-groovende Oh Boy. Wir hören ursprüngliche amerikanische Musik ebenso wie die genuine Liedtradition des Nahen Ostens oder Europas. Begleitet wird Stella Jürgensen auf ihrer Reise durch Zeit und Stil vom Multiinstrumentalisten Andreas Hecht, der offenbar mit allem vertraut ist, auf das jemals Saiten gespannt wurden.

Verschiedenste Gitarren, Lauten, Banjo und Ukulele kommen zum Einsatz, und wie seine Gesangspartnerin findet Hecht jederzeit den richtigen Ton zwischen Träumerei und Dramatik, Traurigkeit und Temperament. Doch es ist nicht nur die musikalische Qualität der überwiegend von Stellas Lebensgefährten prof*merose (Yoram Merosa) komponierten Lieder, die bewegt. Es sind auch die bildschönen Geschichten, die diese Werke beherbergen. Paris erzählt von Blumen, die ihre Hälse recken und Kastanien, die sich im Morgentau schön machen, wenn jüdische Musik durch die französische Hauptstadt weht. Sopran Japanit handelt von einer geheimnisvollen japanischen Sängerin, die in den Nachthimmel entschwindet. Andere Songs singen von sinnlicher Erotik oder dem Sinn und Unsinn von bezahlter Arbeit. Mal witzig, mal bissig, mal verklärend, mal real. Doch immer menschlich und getragen von einem tiefen, aber niemals larmoyanten oder indoktrinierenden Glauben an jüdische Religion und Kultur.

 

 

Stella: Nakhtike Muszik –
Neue jiddische Chansons

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„Der Sound des Trios Stella und Ma Piroschka, ist einzig-
artig und von zauberischer Kraft: jiddische Chansons,
die mitreißen und berühren und die in keine Schublade passen wollen.“
Bettina Preussner

„Mazltov! It’s a great collection of new Yiddish Songs!“
Lorin Sklamberg/Klezmatics